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. . . Der BBH ist nicht nur Freund sondern auch ein Helfer für körperbehinderte Menschen. In einer anspruchs- vollen Ausbildung, erlernt der BBH Fähigkeiten, welche auf die Bedürfnisse des Körperbehinderten speziell zugeschnitten sind. Das bedeutet, dass der Hund dem Behinderten in seinem Alltag behilflich ist und diesen erleichtert. Er kann zum Beispiel wirklich fast alle Gegenstände aufheben bzw. apportieren. Auch CD´s, Geldmünzen, Papier oder Kreditkarten sind kein Problem. Er erlernt Licht-,Klingel- und Ampelschalter zu drücken. Schubladen und Türen auf und zu machen. Reißverschlüsse und Schnürsenkel öffnen ist kein Problem. Er hilft beim Entkleiden, holt Hilfe bei Bedarf und hilft beim Einkaufen. Sie glauben das war alles, nein... ich habe Ihnen jetzt nur einen Teil genannt.
Ich sitze seit meiner Geburt im Rollstuhl und habe seit fast 8 Jahren einen Behindertenbegleithund, sie kam mit 14 Monaten am 15. März 2003 zu mir. Sie ist nicht nur eine Freundin geworden sondern sie ersetzt mir durch ihre Hilfestellungen, mind. einen halben Pfleger am Tag. Durch sie bin ich unabhängiger und selbstständiger geworden. Sie heißt Gianna und ist eine schwarze Labrador Retriever Hündin, Gianna ist am 14. Januar 2002 geboren. Gianna wurde von Frau Heidi Scherr, vom Verein Prima Partner e. V., in
66424 Homburg-Saar, ausgebildet.
Es gibt nicht viele seriöse Vereine, die diese Hunde ausbilden, auch in diesem Bereich gibt es leider schwarze Schafe. Als ich mich das erste Mal (das war 1997) über einen BBH informierte, sagte man mir, ich müßte zuallerst 2.000,- DM für einen Welpen bezahlen. Das Training würde dann zu 90% telefonisch erfolgen, dafür verlangten Sie nochmal 20.000,- DM. Da ich natürlich nicht soviel Geld hatte (wer hat schon so viel), fragte ich, wie das abläuft mit Spendern und Sponsoren, die Antwort: Dafür müßte ich mich schon selbst kümmern. Ich ließ mir das durch den Kopf gehen, und hatte dabei aber einfach kein gutes Gefühl. Ich ließ es sein und war niedergeschlagen.
Drei Jahre später las ich in einer Hundezeitschrift einen Artikel, über einen gemeinnützigen Verein, welcher BBH´s ausbildet. Was mich dabei aufhorchen ließ war, das hier auch Behinderte eine Chance haben so einen Hund zu bekommen, die nicht soviel Geld haben. Ich schrieb an diesen Verein Prima Partner e. V. in Hombur-Saar, einen langen Brief und wurde eingeladen. Wir, Hundetrainerin Heidi Scherr und ich, hatten ein langes Gespräch und sprachen auch über die Finanzierung. Hier sagte man mir, dass der Verein sich darum kümmert, da ein Verein weitaus mehr Chancen hat einen Sponsor/Spender zu bekommen, als ein Einzelner. Natürlich würde man sich auch über Eigeninitiative in der Spendensuche und wenn es finanziell möglich ist, auch über Geldleistung freuen. Es folgten noch viele Gespräche und das Wichtigste war für mich, ich fühlte mich aufgehoben und verstanden. Bis Gianna jedoch zu mir kam, hat es doch noch eine gewisse Zeit gedauert, denn auch wenn ein Hund fertig ausgebildet ist, heißt es noch lange nicht, daß die Chemie zwischen Ihnen und dem ausgesuchten Hund stimmt. Auch hier kommt es manchmal zu Fehlschlägen.
Natürlich wird die Trainerin mit Ihnen und dem zukünftigen Hund eine gewisse Zeit trainieren und Ihnen nach und nach die Leitung und Führung des Hundes überlassen - die sogenannte Eingewöhnungszeit (ca. 2-4 Wochen, ist individuell verschieden).
Nach dieser intensiven Trainingsphase, dürfen Sie den Hund nun endlich mit zu sich nach Hause nehmen. Sie werden schnell heraus finden, daß Sie auch weiterhin mit Ihrem BBH arbeiten müssen um wirklich ein Team zu werden. Der Hund ist keine Machine und funktioniert nicht sofort 100%ig. Neuer Besitzer, neue Menschen, andere Umgebung, andere Hunde, neue Gerüche, usw.; all diese Dinge muß er erst einmal seelisch und körperlich verarbeiten.
Er ist ein Lebewesen aus Fleisch und Blut, dessen Vertrauen Sie gewinnen müssen, erst bei Ihnen im Alltag werden Sie Ihren Hund richtig kennen lernen und natürlich auch er lernt weiter dazu. Er wird bald auf Ihre kleinsten Bewegungen und Töne reagieren, ohne dass die Trainerin ständig dabei ist. Geben Sie sich und Ihrem Hund Zeit und Geduld. Glauben Sie mir es lohnt sich. Sie werden stolz wie Oscar auf Ihren Hund sein, wenn der Hund Ihnen nach einer gewissen Zeit, bevor Sie ihm das Kommando gegeben haben, z. B. einen Gegenstand aufhebt. Es wird Momente geben, in denen er Ihnen den Wunsch sozusagen von den Augen ablesen kann. Nach ca. 3-6 Monaten wird das Team von der Trainerin geprüft.
Es ist selbstverständlich, dass der Verein bzw. die Trainerin weiterhin für Sie da ist und auch zu Ihnen nach Hause kommt, falls es Probleme geben sollte. Ich kann Ihnen hier nur meine Erfahrung mit dem Verein Prima Partner e.V. mitteilen.
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Ich bilde keine Behindertenbegleithunde aus, jedoch informiere ich Sie gerne über solche Hunde, zeige Ihnen wie meine Gianna arbeitet, welche Freude und Hilfe so ein Hund leisten kann, zeige Ihnen aber auch, daß Sie mit einem Hund, eine Verantwortung übernehmen werden, welche man auch gerne tragen sollte. Er braucht Zuwendung und Streicheleinheiten, seinen regelmäßigen Auslauf (sozusagen seine Freizeit), Kontakt zu anderen Hunden, Spiele, Trainingseinheiten damit das Erlernte nicht vergessen wird, Fütterung und Pflege und regelmäßige Gesundheits-Checks beim Tierarzt. Auch Sie können ihm noch neue Sachen beibringen, der Hund lernt sein Leben lang.
Gerade bei den Trainingseinheiten, gibt es oft Kniffe und Ideen, welche nur ein Behinderter sieht und umsetzen kann, ich helfe Ihnen gerne dabei, diese zu sehen und umzusetzen
Wie Sie mit ihm spielen können, auch wenn Sie durch die Behinderung, evtl. kein Ball oder Stock werfen können. Desweiteren helfe ich Ihnen gerne, die Möglichkeiten heraus zu arbeiten, wie Sie Spenden sammeln können. Wie Sie mit Abteilungsleitern von Lebensmittel-Läden sprechen sollten, damit Sie Ihren zukünftigen Helfer mitnehmen dürfen, evtl. haben Sie die Möglichkeit einer Hundesteuerbefreiung, usw.. Natürlich läßt Sie der Verein, auch hier nicht im Stich wenn Sie ein solchen Hund haben, eine Nachbetreuung sollte für so einen Verein selbstverständlich sein.

